Mittwoch, November 15, 2006

Es ist doch alles eine Illusion

Meine lieben Hueter der Heimatlichen Strassen, ihr, die ihr ein oder zwei Augen auf der guten, trauten europaeische Kultur ruhen habt –
so berichte ich nun wieder von den Entwiklungen hier in den fernen Ostgestaden.
Fangen wir mit der zeitlichen Einordnung und Erwaehnung der vergangenen Erlebnissen an. Letztes Wochenende (die Woche vergingn wie gehabt recht unspektakulaer, man hangelt sich ja mit akrobatischem Gechick durch den Alltag) ging es nach einigen Auf und Ab’s in der Organisation, einigen verdeckten/unterdrueckten (ich errinere daran, dass ich in Thailand bin, wo Probleme JA nicht offen besprochen werden!) Genoergel meiner Gastmutter –die Situation hat sich (bis gestern) nicht gross veraendert, es war wie gehabt so, dass ich nicht wusste, was ich falsch machte, mir nicht sicher sein konnte, dass sie sauer sei, sie mich allerdings mit kalten Blicken, Unbeachten und Schweigen versah- so von statten:
Samstag: Um 4 Uhr morgens ging ich mit meinem Vater und meiner Grossmutter (beide sehr gespraechig und offenkundig herzlich zu mir) nach Nakhonrachasima, wohl auch unter dem Kuerzel “Korath” bei euch schwer gelaeufig. Also, in besagter Provinz liegt in den Bergen das Wat meines Grossvaters (muetterlicherseits), der seit einigen Jahren dort Moench ist. Nach 4 Stunden Fahrt stellte sich fuer mich heraus, dass auch dieses Wat von der Dammagei Org. ist. Mein Eindruck, meine Mutter sei, was auch immer man ihr vorwerfen mag, trotz allem doch eine recht freie Frau, hat sie sich doch von dem traditionellen Glauben ihrer Eltern getrennt und sich aus nichts weiter als der Ueberzeugung sich dem Dammagei angehaengt, und somit ihre eigene kleine Revolution geen die sozialen Traditioinen vollfuehrt - also kurz um: Dieser Eindruck hat sich nun auch als faelschlich erwiesen –sie war keineswegs ein Ausreisser aus den Ketten der blinden Uerebnahme von elternlicher Religion, nein, ihr Vater war ja selbst Dammagei…
Nun. Geht mich ja nichts weiter an. Ich habe so also den Vormittag damit verbracht, mit meiner Oma und meiner Tante (die ich also nun kennenlernen konnte – die juengere Schwester meiner Mutter, sehr nett und plaudernd. Sie hatte etwas von der Thea an sich) Essen fuer die Moenche zu bereiten. Ein wahres Festmahl (diese Organisation ist ja ziemlich reich, so also auch die Lebensumstaende verglichen mit anderen Moenchen)! Dann haben wir also alle vor 12 Uhr gegessen (Moenche duerfen nach Mittag nichts mehr essen). Mein Grossvater ist ein netter Mensch, seine kleine Huette (auch das ist nicht Normalfall, eigentlich gibt es Gemeinschaftsdormitorien) im Schatten der Felswand recht gemuetlich, aber nun ja. Ich werde ihn wohl nie wiede treffen..
Vielleicht hat euch auch schon so ein kleines Staunen ergriffen – aber wie kann es denn sein, dass er seit 10 Jahren Moench ist, nicht weiss ‘wann er wieder heimkommt’ und wo denn da seine Frau unjd seine Kinder bleiben? Nun, ich glaube, ich habe keine Gewissheit, meine Oma ist von ihm geschieden, aber trotz allem: Sie musste ihn also einfach gehen lassen. Und dagegen sagen konnte sie ja wohl auch nichts, es ist ja ‘im Dienste des ueberallles stehenden Buddhismusses’ und von wegen ‘seine Gefuehle nicht zeigen’ etc… nicht meine Sache.
Auch dieser Tag ging zuende, und um 17 Uhr stand ich wieder daheim, wie gehabt.
Schon vorher war abgesprochen, dass ich bei Lynn uebernachte. Nachdem sie mich die letzten Wochen beobachtet hatte, schrieb sie mir letztens (sie selbst war in Bangkok) eine SMS, es mache sie sehr traurig, zu sehen, dass ich nicht mehr dieses strahlende Wesen bin und so bedrueckt sei. Aber ich solle daran denken, dass letztendlich alles relative sei, und solche Probleme mich nicht direkt in dem ‘was ich bin’ affektieren. Kurzum lud sie mich ein, bei ihr zu uebernachten und somit etwas Abstand zu schaffen und die Dinge mal etwas genauer zu betrachten.
Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt mal wieder ohne was zu sagen (nicht das es ihre Pflicht sei, es ist ihr Haus, ihre Regeln, ich bin nicht in der Position, Anforderungen solcher Art zu stellen) weg, und so musste ich sie anrufen. Auf hoefliche Weise verpackte ich also die Nachricht, dass ich jetzt weggehe in eine Frage “Dai mai?” (kann ich?). Ihre Antwort, fuer die ich nachher im Gespraech mit Lynn eine gute Bezeichnung gefunden habe, war doch recht “bitchy” und giftig. Sie sagte “Mai bpen lai” – “Es macht nichts”.. ich erspare mir eine Erklaerung..
Nun. Fuer viele Gefuehle und unvollstaendige Gedanken habe ich jetzt eine feste Form.
Da waere erstens eines, was zu erklaeren nun einige Zeilen benoetigen wird. Entschuldigt mich –aber wem bringt es etwas, mich gezwungen kurz zu fassen, nur um dabei einen trockenen, inhaltslosen Text zu produzieren.
Lynn sagte mir, sie hab in den letzten Tagen ueber mich nachgedacht. Sie konnte beobachten, wie ich von dieser kreativen, charaktervollen Person zunehmend immer mehr und mehr still wurde. Im Folgenden habe ich darueber ein bisschen nachgdacht. Und sie hat Recht. Durch den Prozess, mich einzufuegen, habe ich nach und nach mein Selbst aufgegeben.
Dadurch, dass in Thailand unter jeden Umstaenden Indivualitaet und Besondersheit, Temperament und Charackterbildung unterdrueckt wird (nicht zuletzt sind da die Schuluniformen, das ‘Jai Yen’ [kuehles Herz], das ‘Overreacting’ meiner Freunde, die absolute Schuechternheit aller und jeder und dass im Grunde doch alle gleich sind..), hab ich nach und nach aufgehoert, mich so zu geben, wie ich bin, Ich selbst zu sein. Das ist es einfach nicht wert. Punkt eins: ich werde immer Fallang bleiben. Der Versuch, mich einzufuegen ist zwar lobenswert und noetig, rechtfertigt aber nicht die komplette Umkrempelung meiner Selbst, betrifft es doch nur eine defenitiv kurze Zeitspanne meines Lebens. Punkt zwei: meine Lehrer und auch alle meine Freunde etc. haben mich nur deshalb ins Herz geschlossen, weil ich eben dass bin was ich bin. Ich kann dadurch, dass ich auch in dieser Situation meinen Idealen vom Mut zur eigenen Person, Individualitaet und Sich-nicht-von-jedem-Trend-beeinflussen lassen treu bleibe, diesen Menschen hier, die es nicht besser wissen und es einfach nicht anders kennen, sozusagen ein Fenster sein. Ein Fenster, von dem, wie sie sein koennten, wuerden sie doch bitte einfach mal ein bisschen weniger streng und Gefuehl unterdrueckend sein. Ich moechte die Kultur nicht aendern (wer bin ich denn bitte schon?), nur sollen sie wieder einmal sehen, dass es auch anders geht.
Und dann laesst sich hier gerade noch die zweite Sache mit verknuepfen – hier ist eine gute Stelle, um einen kleinen Tauchgang unter die Oberflaeche zu machen. Wie ich es auch drehe und wende, von welchen verschiedenen Perspektiven ich dieses ‘Jahr’ auch betrachte, so ergibt sich immer eines im Hintergrund: Es ist nicht so wichig. Das macht es nicht weniger schoen oder lebenswert. Aber ist doch trotzdem dieses Jahr hier nur eine kleine Exkursion auf meiner eigentlichen Lebensstrasse, und so (um wieder auf das Sich-Treubleiben zurueck zu kommen) ist es auch unnoetig und im Nachhinein fuer mich nur traurig, meine ganze Person zu versuchen den Umstaenden hier anzupassen. Wie sollte dies auch ein Jahr koennen, bin ich doch schon seit unvergleichbar mehr Lebensjahren in meiner eigenen Kultur aufgeblueht. Und so sehr man auch meinen mag, ‘die Kulturen seien alle gleichberechtigt’, so sehr bin ich in bestimmten Punkten davon ueberzeugt, dass ‘wir’ es in versch. Aspekten des Lebens einfach besser wissen als meine doch recht naiven, gezwungenen Freunde hier. Das betrifft nun nur mich, ich kann mich dadurch viel besser hiermit abfinden, in dem ich bei ungerechten, mir voellig gegen den Strich und gegen meine ethischen Werte gehenden Dingen nur denke “Mach ich halt einfach mal mit, in ein paar Monaten kann ich ja anderen Leuten erklaeren, warum gerade dies und das absolut menschenunwuerdig ist..”. Soso.
Nun – also? Warum laufe ich hier nicht mit Tuechern und tanzend durch die Stadt – weil sie mich ‘ja eh nicht verstehen’? Dadurch das ich es (meine ‘Andersheit’) tue, werden sie es verstehen.. aber alles in seinen gehoerigen Portoinen, der Wille zum Anpassen und Akzeptieren geht dadurch keinesfalls verlieren. So wie Schlafmittel in den ausgeglichenen Mengen gut tuen kann, in einer Ueberdosis aber den Tod bringen kann.
Da kann ich gerade noch auf das direkte Beispiel einer Freundin eingehen. Da ist dieses eine Maedchen in meiner Klasse (sie ist auch Teil unserer Clique), und in ihr sehe ich wirklich die Anlagen dazu, dass sie so eine tolle Persoenlichkeit seien koennte, sie hat so viel spielerisches Talent und ist sehr witzig, aber ich merke, dass sie sich oft darunter windet, einfach zu WISSEN, dass sie dieses oder jenes nun einfach nicht sagen und ausleben kann, einfach nur, weil es die Schicklichkeit verbietet.
Nun, um mal wieder von unsererm Fischfang im Ozeans aufzukommen und Luft zu schnappen – ich habe also nun bemerkt, dass ich tatsaechich immer mehr von mir selbst verloren habe und dass ich anfange (ich glaube auch, aus dem Gedanken heraus, ‘sie wuerden doch eh nicht erfassen koennen, wer ich wirklich bin’ und daher aus einer Art ueberheblicher, unfairer ‘sie sind des nicht wert’ Mentalitaet heraus), mich zu verlieren und stiller zu werden. Und dabei moegen auch die Thais mich eben deswegen, weil ich bin wie ich bin.
Keine grosse Sache, nur gut, dass ich mir dessen jetzt bewusst bin. Nach einem kleinem Durchhaenger leben wir also mal wieder wie gewoehnlich richtig auf!
Nun – soviel zu mir selbst. Es geht mir ja wie schon erwaehnt gut, doch wie das Leben nun mal so spielt (ob nun daheim oder anderswo), so findet man doch immer wieder einen kleinen Stolperkiesel auf seinem Weg. Eine tolle Sache ist es nun, zu wissen, dass man sich diesen Stein auch mal von ganz verschiedenen Seitne angucken kann. Da haetten wir zunaechst einmal die Perspektive von den direkten Auswirkungen und den Menschen und der Situation, die damit zusammenhaengt. Dabei wird einem fuer gewoehnlich schwermuetig, und von dieser Seite waechst die Groesse unseres Kiesels auf
einen Weg versperrenden Felsen an. Unnoetig. Wenden wir us also ganz ruhig erstmal der entgegengesetzen Seite zu. Hier sieht der Stein eher wie eine Hilfe aus, dafuer, dass ich es im naechsten Mal in meinem Leben besser mache. Das gibt einem neuen Mut zum Anpacken der Sache. Betrachtet man den Stolperstein, das Problem nun aber von oben, und man sieht es in seiner Gesamtheit, so wird einem Bewusst, wie klein er doch eigentich im Vergleich zu unserer Person ist, die da schon so weit kraeftig und auf eigenen Beinen auf der Strasse unseres Lebens dahingeschreitet ist. Dabei wird einem nicht nur die Illusion bewusst, die einem oft so truegerisch den Mut nimmt, nein – man fuehlt sich auch direkt besser, da man sich seiner eigenen Auroritaet und Groesse (die man als Eigentuemer auf seiner eigenen Lebensstrasse darstellt) bewusst wird.
Mit dieser Grundeinstellung und der Moeglichkeit, mir nicht durch alles den Kopf verdrehen zu lassen, koennen wir also nun an den Stolperstein in Form meiner Gastmutter eingehen. Nach klarem Denken und nicht voellig ohne Lynns Gedankenansporn kommen wir also nun auf folgende Situatiosdarstellung:
Meine Mutter mag mich. Sie hat mich am Anfang sehr gemocht, sonst haette sie mich niemals aufgenommen. Ausserdem zeigte sie mir ihre Zuneigung deutlich (was mir eben sehr gut tat, da ich ein nach Harmonie und Liebe lechzender Mensch). Dadurch bin ich vll. jetzt sozusagen ‘verwoehnt’ und meine Anforderungen sind zu hoch gesezt. Wir koennen uns einfach mal darauf einigen, dass es nur die Thaimanner ist, keine deutlichen Gunstbeweise abzugeben. Weiter; ich gebe mein Bestes. Ich versuche hart, liebenswuerdig zu sein, und allen mit meinen eigenen Grundbeduerfnissen vereinbarende Anforderungen der Familienregeln zu folgen. Ich bin Gast und kann daher nicht verlangen, mir grossen Freiraum zu wuenschen. Was mich zuerst traurig machte, sehe ich jetzt als eine Chance, zu lernen. Gast zu sein ist hart, aber es macht mich auf viele Situationen gefasst. (Bis gestern) habe ich mir nichts grossartiges zu Schulden kommen lassen, und wie auch fuer meine Mutter diese Erfahrungen neu sind (was ich niemals vergessen darf – auch fuer sie muss es schwer sein!), so sind sie es fuer mich , und ich bin ein Mensch, der Fehler macht.
Nun – was hatte diese eingeklammerte “bis gestern” zu bedeuten? Gestern, Montag, hatte ich ICT (also Internet..). Ich habe mich schon ueber die Regeldauer dort aufgehalten, aber meine Lehrerin wollte dann noch meine Hilfe (und als ‘Thai’ kann ich ja nicht wirklich Nein sagen, egal wie sehr es einem ungelegen kommt, sloche Hilfe zu erweisen – es muss immer der Bittsteller von sich aus die Bitte zuruecknehmen..) mit MSN, wo ja alles in English ist. Nun. Ich kam also 16 Minuten nach der aller spaetesten Zeit (also 18:00) heim, es war schon dunkel. Meine Mutter war sauer, ich war mir meiner Schuld im vollem Masse bewusst und die Sache ist nun, nach dem ich nach allem Moeglichen an Einsicht und Entschuldigung heute dann nochmal einen draufgelegt habe und ihr auf dem Weg zur Schule Blumen mitgebracht habe. So sehr sie auch eine hitzige, gerne boese Frau ist (boese im Sinne von ‘angry’) kann doch auch sie Blumen nicht widerstehen..
Nun. Waere also dieser eine Zwischenfall, die man mir ohne jeden Einwand nachweisen kann von der Liste, gegessen. Mit ruhigem Herzen warte ich nun einfach mal ab. Ich versuche nun einfach aus dem Wissen heraus, dass ich vielen (sinnlosen) Regeln aus dem Grund des ‘ich bin in ihrem Haushalt, ich folge ihren Regeln’ folge, alles, was ich eben vereinbaren kann. Alles was ich machen muss, so wenig wie moeglich von dem, was mich betruebt.
Eine lehrreiche Sache, die zu lernen interessant sein koennte, ist, dass ich meiner Mutter (und meinen Lehrern und meiner Oma..) nicht ‘antworten’ darf. Wenn mir etwas gesagt wird, dann darf ich nicht wie daheim recht ausgiebig gepflegt ‘mich erklaeren’ und rechtfertigen, sondern einfach nur laecheln und sagen “I see”. Ich sage nicht, ich stimme zu, und mein Laecheln geoert zu der Kathegorie Thailaecheln ‘Jaja, red du nur’. So einfach ist das. Es klingt zwar nach unseren moralischen Vorstellungen schlecht, aber warum sollte ich nicht die Waffen der Thaikultur benutzen duerfen, wo es doch jeder andere hier tut?
Zu der Person meiner Mutter muss ich auch ganz dringend wieder auf den Grad zurueckzukommen, sie wirklich zu moegen. Ist sie doch auch so oft eine wikrlich grisgraemige Frau, beobachtet man sie zum Beispiel bei der Arbeit, so hat sie immer ein furchtbar vepaztes Gesicht. Hat Madam morgens mal eine schlechte Laune, so bekommt es im Haushalt jeder (ausser der ehrwuerdigen Grossmutter) deutlich zu spueren und Tochter und Gastsohn werden angekeift und rumgehezt. Ist es auch sehr schwer, ein Laecheln von ihr zu bekommen, so muss man doch bedenken, dass sie sich wirklich bemueht. Ja, ich bin direkt dazu verpflichtet, sie ins Herz zu fassen, weil sie sich doch tatsaechlich so viel Muehe gibt, ein besserer Mensch zu werden. Die Sache wuerde anders aussehen, wuerde sie sich auf ihrer Unausgeglichenheit (die laut der hoeflichen Nebenbeibemerkung einer meiner juengeren Lehrern auch an den Hormonwechseln ihres Alters [42] liegen kann) ausruhen. Sie strength sich redlich an, meditiert und folgt den Richtweisungen all der Moenche, die ihrerseits schon zu solchen ‘besseren Menschen’ geworden sind. Schliesslich ist es ja so, dass sie nicht Meditation betreibt und lehrt, weil sie selbst so ein harmonievolles Wesen, sondern weil es das ist, was sie am dringensten selbst lernen muss. Ich glaube, dass all diese Moenche, Geistlichen und Moralpredigiger –moegen sie am Ende auch wirklich ihr Ziel erreicht haben und Vorbilder geworden sien- doch im Grunde all das predigen, weil es die Dinge sind, die sie slebst am meisten lernen muessen. Jaja.
Also – und auch wenn meine Mutter ihr Ziel manchmal mit den falschen Mitteln verfolgt (indem sie wie ein blindes Schaefchen den Anweisungen ihrer Obermoenche und ihres Fernsehers folgt, und ihre Aufgaben zum besseren CHarakter wie auf einer Strichliste abzukreuzen versucht), so sind es eben doch einzigen Mittel, die sie kennt. Sie hat es nicht gelernt, sich selbst Gedanken machen und die Lehren zu hinterfragen. Und so repitiert sie jeden Abend im gleichen monoten Satz auf die Frage des Oberst ‘Yim laeo?” ‘Habt ihr schon gelaechelt?’ “Yim laeo” ‘Schon gelaechelt’… und dabei hat sie doch diesen Tag nicht mehr gelaechlt als ich es in einer Schleudertur im Fleischwolf tuen wuerde.. aber sie versucht es. Und das muss mein Richtmass sein.
Wir muessen Menschen nicht nach ihren Erfolgen richten, sondern primaer nach dem Willen und der Anstrengung.
Mit solcherlei Gedanken entlasse ich euch,
Gruesse euch,
Fuehlt euch von mir waermlichst gedrueckt,
Mancherleuts bekommt auch einen kleinen Kuss auf die Backe,
Die Heimat im Herzen ist das Zuhause der Seele –
Danke, dass ihr mir ein Haus gebt

Tino

Dienstag, November 07, 2006

bureau de poste Deuxlieux

- vous venez de recevoir un télégramme rapide de - Valentin Schmehl -

Coucou.stop.Je dois réduire un maximum.stop. D'une minute à l'autre les profs vont me jeter de la salle, je n'ai que cinq minutes.stop.Hier a eu lieu, comme j'ai annoncé, le festival Lyo Krathong.stop. Me voici donc à présent témoin de la "culture vivante et pompeuse". stop. Dimanche j'ai bricolé avec des copains, chez eux, à l'aide d'un bananier (tronc compris) un Krathong (que l'on "loyed", c'est-à-dire sacrifie). stop. C'à a été une bonne partie de rigolade.Stop. Le festival aussi était marrant, Biw est venue me chercher et nous y sommes tous allés ensembles, quatre amis et la petite soeur à la traîne. Stop. Le Loy (c'est-à-dire "faire flotter" les bateaux bougies-bananier) lui-même se déroule assez rapidement si on compare avec le temps qu'on a mis à la fabrication. En plus d'avoir déposé à côté d'une pièce d' un baht, quelques cheveux, une bougie et des bâtons d'encens dans le Krathong, j'ai libéré des oiseaux pour améliorer mon Karma, une bonne action qui me permettra d'être "réincarné le plus rapidement possible et d'être un riche Dieu dans ma prochaine vie". A vrai dire on n'est pas censé exprimer ses souhaits (quoiqu'en thailande on ai le droit) mais je trahis un peu de ce que j'ai envoyé avec les oiseaux: "ils doivent m'accompagner, et toujours voltiger dans mes environs, et laisser l'année se dérouler de telle facon que j'aurai l'impression d'être déjà de retour demain, tout en m'offrant une rétrospective bourrée d'aventures géniales et de lecons". Stop.
Le Krathong en soit (ainsi qu'il a évolué ces dernières années) se déroule toute la nuit selon la mentalité thailandaise du "suai" (beau), c'est-à-dire se fringuer et se produire; à côté de musique et danse de jeunes enfants (comme la petite Lucie) a lieu le concours de beauté pour la reine du Krathong sur une scène en plein air. Stop. Oui, je n'en mets pas plus, les lignes c'est de l'argent, (jeu de mots en allemand "Zeit ist Geld" "le temps coûte de l'argent", Valentin en fait -au pluriel- "Zeile ist Geld" "la ligne coûte de l'argent" n.d.t.), et mon temps est compté. Stop. Le but réel de mon télégramme sont des informations sur les photos (pour que vous ne soyez pas dans le noir le plus complet). Stop.
Je me manifesterai bientôt. Stop.
Meilleures salutations. Valentin.
- le message est terminé. 26 lignes,... 3 Reichsmark s.v.p. -

Montag, November 06, 2006

Postamt Zweistaetten

- Sie haben soeben ein Kurztelegramm von -Valentin Schmehl- erhalten.
Hallo.Stopp.Ich muss aufs aeusserte reduzieren.Stopp.GLeich scheuchen mich die Lehrer aus dem Raum, ich habe nur fuenf Minuten.Stopp.Gesternwar, wie angekuendigt, Loy Krathing Festivel.Stopp.Jetzt bin ich also Zeuge der 'lebendigen, pompoesen kultur' geworden.Stopp.Sonntag hab ich mit meinen Freunden bei ihnen zuhause aus einem Bananenbaum (einschliesslich Stamm) einen Krathong (das man dann "loyed", also "opfert") gebastelt.Stopp.Das war grosser Spass.Stopp.Das Festival war auch witzig, Biw hat mich abgeholt und zusammen sind wir dann alle 4 Freunde mit kleiner Schwester im Schlepptau zum Festival gegangen.Stopp.Das eigentliche Loy (also 'Schwimmen lassen' der Kerzen-Bananen-Boote)verging gemessen an der Zeit, die wir zum Herstellen dafuer gebraucht haben, ziemlich schnell. Neben der Ein-Baht-Muense, ein paar Haaren, einer Kerze und Raeucherstaebchen im Krathong hab ich dann noch "als Gute Tat, die mein Karma verbessen soll und mich so moeglichst schnell in meinem naechsten Leben als reicher Gott wiedergeberen lassen soll" Voegel freigelassen. Eigentlich soll man seine Wuensche ja nicht sagen (in Thailand kann man aber), aber bei den Voegeln nur soviel "Sie sollen mich begleiten, und immer in meiner Naehe rumflattern und das Jahr so vergehen lassen, dass es mir vorkommt, als sei ich schon morgen wieder zuhause, aber eine Unmenge von ganz tollen Erlebnissen und Belehrungen zurueckblicken lassen".Stopp.Der eigentliche (so hat es sich in den letzten Jahren entwickelt), ganz nach Thai-Mentalitaet von "Suai" (Schoen) und Sich-Ausstaffieren und Praesentieren stand jetzt die ganze Nacht neben Musik und Klein-Kinder-Tanz (wie die kleine Lucie :) eben der Schoenheitswettbewerb der Krathong-Koenigin im Mittelpunkt auf der Freilichtbuehne.Stopp.Ja, nur soviel, Zeilen sind Geld, und meine Zeit knapp bemessen.Stopp.Der eignetliche Zweck meines Telegramms ist die information zu den Photos (damit ihr nicht ganz im Dunklen tappt).Stopp.
Ich melde mich zurueck.Stopp.
MfG - Valentin
-Die Nachricht ist beendet. 26 Zeilen,... 3 Reichsmark bitte-

Donnerstag, November 02, 2006

A l'aide de fils et d'aiguilles

[tout d'abord une explication du traducteur: il existe en allemand (comme ca vous n'apprenez pas seulement qque chose sur la thailande, ca vous change) une expression lorsque qqu'un ébruite des petits secrets pas bien méchants ou des commérages: on dit qu'il a "sorti un papotage de sa boîte à ouvrage", image qui fait penser aux voisines faisant leur reprisage ensembles et échangeant les dernières nouvelles du village. Ceci est la clé pour vous aider à comprendre le texte de notre thai]


Aujourd'hui quelques petites choses secondaires, je voudrais, comme on dit si bien, "sortir des papotages de ma boîte à ouvrage".
Il y a quelques trucs qui, comme je l'ai déjà mentionné, sont devenus tellement banals pour moi que ca ne me vient pas à l'idée d'en faire part. Et ce dernier mot désigne bien les choses: j'ai tellement envie de partager mes expériences, qui font de moi un être humain plus scrupuleux et largement prévoyant (avec un "horizon élargi"donc) . mais toutes ces bonnes intentions, qui me tiennent vraiment à coeur et n'exigent de vous que des oreilles attentives, je ne pourrai sans doute les réaliser qu'à mon retour.
Déballons donc le fil et une aiguille - qu'avons-nous là...
Oh! d'importantes nouvelles. Depuis le début de ce semestre un chuchotement se répand dans l'école, mais qu'est-ce-qu'on peut y faire? Les camarades féminines ont joui d'une éducation qui leur interdit de s'opposer aux professeurs, et nous les garcons ca ne nous concerne pas. Ainsi que ca a été annoncé il y a quelques jours durant l'appel du matin, TOUTES les filles de Mo.1 jusqu'à Mo.5 (à l'exception donc de la dernière année scolaire Mo.6) doivent porter les cheveux courts. D'ici la fin de la semaine donc, toutes les filles devront s'être précipitées chez le coiffeur et fait couper leur chevelure (absolument toutes noires et de toute manière toujours les mêmes cheveux, à part ici ou là les exemplaires ondulés ou carrément bouclés) à hauteur d'épaule. Cette règle n'était imposée jusqu'à présent qu'au élèves de Mo.1 à Mo.3. Voilà, c'était les "Nouvelles d'Importance" (en francais dans le texte, n.d.t.) de la semaine dernière.

Continuons notre virée figurative dans ma boîte à ouvrage - est-ce-que j'ai déjà fait mention de mon lit? Eh bien les matelas thailandais sont composés pratiquement sans exception (d'après ce que j'ai pu observer chez tous les gens et tous les magasins de literie) de polystyrène. Je dors donc depuis déjà 16 semaines sur une planche rectangulaire en polystyrène, que seule la charge de mon coude pointu a pu fausser, durant ma lecture. Ce n'est pas particulièrement confortable, mais je n'ai pas encore atteins un âge où je m'inquiète de mon dos. Par contre l'oreiller est carrément désagréable. Je ne prétends pas qu'il soit en polystyrène, mais apparement les thais ont trouvés une nouvelle méthode pour arriver à confectionner un support de tête à l'aide d'un peu d'ouate et une bonne dose de béton. l'oreiller ne cède pas vraiment, et ainsi mon cou a fini par s'y habituer et que je ne lève PLUS tous les matins avec un torticolis... tout bénéfice pour moi, de cette manière le plus incofortable des canapés chez un copain après une fête ne m'effraie plus!

Au sein de ce labyrinthe de messages apparement désagréables une lueur d'espoir, une zébrure claire sur le firmament. Qui aurai osé l'espérer! Je voudrai ici démontrer en toute clarté la valeur indispensable d'une super mami thailandaise. Si de temps en temps on doit supporter les accès de mauvaise humeur, l'inconstance dans sa faveur d'une mère thai (comme moi la semaine dernière), en tout cas une grand-mère est toujours causante et t'emmène toujours à tous les évènements sociaux de la collectivité locale. Ma mami en est un exemplaire particulièrement présentable. Et elle est infiniment, d'une manière bienfaisante bavarde. Ce qui était insurpportable dans ma première famille continue malgré tout d'une facon affaiblie dans ma nouvelle, et d'après ce que j'ai pu observer il semble que ce soit simplement tout à fait normal qu'on ne converse pas trop les uns avec les autres dans les familles thais.

Ouh, là j'ai raté une super transition. Rembobinez de quelques lignes - " en tout cas une grand-mère est toujours causante et t'emmène toujours à tous les évènements sociaux de la collectivité locale".
De cette facon je glisse formidablement artistiquement vers une autre petite expérience: mon premier mariage. Mariage thai.

La semaine dernière j'ai été invité par un membre de mon cours d'aérobic à venir au mariage de sa fille pour le dimanche. Reconnaissant j'ai accepté, et avant même d'avoir réalisé je me suis retrouvé, accompagné de ma mami, dimanche matin à 6h30 (les mariages thais débutent apparament trés tôt) dans la voiture de sa copine.
Voilà donc la procédure traditionnelle d'un mariage thai, tout au moins d'après ce que j'ai pu vivre à ce mariage mi-thai-mi-chinois (une grande partie de la population thailandaise est d'origine chinoise, et ce sont ces "chinois" qui font partie des gens aisés, car ils sont des travaillaurs acharnés.)

Tout d'abord, tôt le matin, les invités (dans notre cas la moitié de la ville, pour ce mariage cher et "tape-à-l'oeil", ou tous ceux qui étaient plus qu'un travaillaur des champs ou un petit commercant) font la prière avec un groupe de moines invités et font le "tamboon" (dons pour les moines [qui vivent sans possessions]) et en bref écoutent les mélopées boudhistes. J'ai tiré encore un profit de ces moments où j'étais simplement assis à ne rien faire. J'avais le temps d'admirer les magnifiques costumes de soie et la diversté des tissus. En effet c'est particulièrement important en thailande (pour résumer mes dernières critiques confuses) de montrer sa position dans la société, pour faire l'objet du traitement en conséquence. Il est donc super extrêmement important de ce montrer dans ses plus beaux atouts à de telles occasions, et on exhibe les plus grosses bagues et les vêtements de soie les plus nobles. Magnifique!

Bien - de 7h à 8h30 ca a donc traînaillé. Au bout d'un certain temps ca c'est détendu, les moines sont partis, et on s'ébatait dans des conversations générales. Vers 8h45 la famille du marié est arrivée en cortège (avec musique et palmiers et tout) par la route principale. Ensuite ... euh, ensuite est venu - ben oui, comme je suis en thailande- bon, ce qui a suivi c'était bien entendu le MANGER. Là on a pas lésiné, et toute la société s'est retrouvé dans une cour intérieure joliment décorée, pour prendre place à des tables de 6. J´étais à table avec ma mami et ses amies et encore 2 professeurs (au passage, les professeurs ont un statut relativement haut dans la société). Comme la famille de la mariée était d'origine chinoise, le (loooong) repas était chinois et pas particulièrement délicieux. Tout le temps juste des espèces de bouillons de poulet, mais aussi des crevettes frites etc .Les desserts n'étaient pas géniaux non plus, les desserts chinois sont toujours surparfumés et ont un certaine ressemblance avec du savon. Peut-être que c'est pour cas qu'ils ont tant de succès envers les thais qui adorent les sucreries. Après le repas de 2 heures (accompagné d'un groupe musical) venait la cérémonie la plus importante: les amis et les parents versaient sur les mains en position du wai du couple des jeunes mariés de l'eau bénite d'un coquillage serti d'or et les félicitaient. Oui, et voilà, c'est tout, une belle expérience, intéressante. J'avance dans la découverte des festivités. Dimanche prochain c'est Loy Kratong, un fête où on lâche sur des lacs ou tout autre point d'eau des bateaux en feuilles de bananier munis d'une bougie, au moment de la pleine lune. On dit que ca porte chance et exhauce des souhaits.

Je vais conclure pour aujourd'hui. Permettez-moi encore deux notes:
Premièrement: je m'apercois que la Saison Froide (pardon, la Fraîche, il n'y a quand même jamais moins de 20 degrés) a débuté. Il y a des jours qu'il n'y a plus plu et le soir la température est visiblement plus agréable. Oh, et un autre signe irréfutable, c'est que ce matin ma prof est arrivée vêtu d'une veste et m'a demandé toute ahurie si je n'avais pas froid. Hehe, si elle pouvais s'imaginer nos -20 degrés...
Deuxièmement: chez vous l'heure a changé. Oui, il n'est pas necéssaire que je VOUS le dise, mais si vous vous demandez quelle heure c'est chez le petit Tino (attention! j'ai grandis!) il faut dès maintenant charger 6 heures de plus.

Je vous serre bien légèrement dans mes bras, car j'ai des égards même envers un être aussi frêle que Tara...

PS. j'éspère pas m'attrapper des milliers de spasms:
tino@bhtgmbh.de
c'est mon adresse mail, et ceci surtout pour Carina, qui a intelligement régulièrement fait remarquer qu'on pourrait s'écrire, mais à chaque fois a oublié de me donner sa propre adresse - petite tête de linotte


La suite à bientôt
a force d'ennui et de routine écolière je me sens à nouveau trés communicatif.


Tino Bambino