Mittwoch, November 15, 2006

Es ist doch alles eine Illusion

Meine lieben Hueter der Heimatlichen Strassen, ihr, die ihr ein oder zwei Augen auf der guten, trauten europaeische Kultur ruhen habt –
so berichte ich nun wieder von den Entwiklungen hier in den fernen Ostgestaden.
Fangen wir mit der zeitlichen Einordnung und Erwaehnung der vergangenen Erlebnissen an. Letztes Wochenende (die Woche vergingn wie gehabt recht unspektakulaer, man hangelt sich ja mit akrobatischem Gechick durch den Alltag) ging es nach einigen Auf und Ab’s in der Organisation, einigen verdeckten/unterdrueckten (ich errinere daran, dass ich in Thailand bin, wo Probleme JA nicht offen besprochen werden!) Genoergel meiner Gastmutter –die Situation hat sich (bis gestern) nicht gross veraendert, es war wie gehabt so, dass ich nicht wusste, was ich falsch machte, mir nicht sicher sein konnte, dass sie sauer sei, sie mich allerdings mit kalten Blicken, Unbeachten und Schweigen versah- so von statten:
Samstag: Um 4 Uhr morgens ging ich mit meinem Vater und meiner Grossmutter (beide sehr gespraechig und offenkundig herzlich zu mir) nach Nakhonrachasima, wohl auch unter dem Kuerzel “Korath” bei euch schwer gelaeufig. Also, in besagter Provinz liegt in den Bergen das Wat meines Grossvaters (muetterlicherseits), der seit einigen Jahren dort Moench ist. Nach 4 Stunden Fahrt stellte sich fuer mich heraus, dass auch dieses Wat von der Dammagei Org. ist. Mein Eindruck, meine Mutter sei, was auch immer man ihr vorwerfen mag, trotz allem doch eine recht freie Frau, hat sie sich doch von dem traditionellen Glauben ihrer Eltern getrennt und sich aus nichts weiter als der Ueberzeugung sich dem Dammagei angehaengt, und somit ihre eigene kleine Revolution geen die sozialen Traditioinen vollfuehrt - also kurz um: Dieser Eindruck hat sich nun auch als faelschlich erwiesen –sie war keineswegs ein Ausreisser aus den Ketten der blinden Uerebnahme von elternlicher Religion, nein, ihr Vater war ja selbst Dammagei…
Nun. Geht mich ja nichts weiter an. Ich habe so also den Vormittag damit verbracht, mit meiner Oma und meiner Tante (die ich also nun kennenlernen konnte – die juengere Schwester meiner Mutter, sehr nett und plaudernd. Sie hatte etwas von der Thea an sich) Essen fuer die Moenche zu bereiten. Ein wahres Festmahl (diese Organisation ist ja ziemlich reich, so also auch die Lebensumstaende verglichen mit anderen Moenchen)! Dann haben wir also alle vor 12 Uhr gegessen (Moenche duerfen nach Mittag nichts mehr essen). Mein Grossvater ist ein netter Mensch, seine kleine Huette (auch das ist nicht Normalfall, eigentlich gibt es Gemeinschaftsdormitorien) im Schatten der Felswand recht gemuetlich, aber nun ja. Ich werde ihn wohl nie wiede treffen..
Vielleicht hat euch auch schon so ein kleines Staunen ergriffen – aber wie kann es denn sein, dass er seit 10 Jahren Moench ist, nicht weiss ‘wann er wieder heimkommt’ und wo denn da seine Frau unjd seine Kinder bleiben? Nun, ich glaube, ich habe keine Gewissheit, meine Oma ist von ihm geschieden, aber trotz allem: Sie musste ihn also einfach gehen lassen. Und dagegen sagen konnte sie ja wohl auch nichts, es ist ja ‘im Dienste des ueberallles stehenden Buddhismusses’ und von wegen ‘seine Gefuehle nicht zeigen’ etc… nicht meine Sache.
Auch dieser Tag ging zuende, und um 17 Uhr stand ich wieder daheim, wie gehabt.
Schon vorher war abgesprochen, dass ich bei Lynn uebernachte. Nachdem sie mich die letzten Wochen beobachtet hatte, schrieb sie mir letztens (sie selbst war in Bangkok) eine SMS, es mache sie sehr traurig, zu sehen, dass ich nicht mehr dieses strahlende Wesen bin und so bedrueckt sei. Aber ich solle daran denken, dass letztendlich alles relative sei, und solche Probleme mich nicht direkt in dem ‘was ich bin’ affektieren. Kurzum lud sie mich ein, bei ihr zu uebernachten und somit etwas Abstand zu schaffen und die Dinge mal etwas genauer zu betrachten.
Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt mal wieder ohne was zu sagen (nicht das es ihre Pflicht sei, es ist ihr Haus, ihre Regeln, ich bin nicht in der Position, Anforderungen solcher Art zu stellen) weg, und so musste ich sie anrufen. Auf hoefliche Weise verpackte ich also die Nachricht, dass ich jetzt weggehe in eine Frage “Dai mai?” (kann ich?). Ihre Antwort, fuer die ich nachher im Gespraech mit Lynn eine gute Bezeichnung gefunden habe, war doch recht “bitchy” und giftig. Sie sagte “Mai bpen lai” – “Es macht nichts”.. ich erspare mir eine Erklaerung..
Nun. Fuer viele Gefuehle und unvollstaendige Gedanken habe ich jetzt eine feste Form.
Da waere erstens eines, was zu erklaeren nun einige Zeilen benoetigen wird. Entschuldigt mich –aber wem bringt es etwas, mich gezwungen kurz zu fassen, nur um dabei einen trockenen, inhaltslosen Text zu produzieren.
Lynn sagte mir, sie hab in den letzten Tagen ueber mich nachgedacht. Sie konnte beobachten, wie ich von dieser kreativen, charaktervollen Person zunehmend immer mehr und mehr still wurde. Im Folgenden habe ich darueber ein bisschen nachgdacht. Und sie hat Recht. Durch den Prozess, mich einzufuegen, habe ich nach und nach mein Selbst aufgegeben.
Dadurch, dass in Thailand unter jeden Umstaenden Indivualitaet und Besondersheit, Temperament und Charackterbildung unterdrueckt wird (nicht zuletzt sind da die Schuluniformen, das ‘Jai Yen’ [kuehles Herz], das ‘Overreacting’ meiner Freunde, die absolute Schuechternheit aller und jeder und dass im Grunde doch alle gleich sind..), hab ich nach und nach aufgehoert, mich so zu geben, wie ich bin, Ich selbst zu sein. Das ist es einfach nicht wert. Punkt eins: ich werde immer Fallang bleiben. Der Versuch, mich einzufuegen ist zwar lobenswert und noetig, rechtfertigt aber nicht die komplette Umkrempelung meiner Selbst, betrifft es doch nur eine defenitiv kurze Zeitspanne meines Lebens. Punkt zwei: meine Lehrer und auch alle meine Freunde etc. haben mich nur deshalb ins Herz geschlossen, weil ich eben dass bin was ich bin. Ich kann dadurch, dass ich auch in dieser Situation meinen Idealen vom Mut zur eigenen Person, Individualitaet und Sich-nicht-von-jedem-Trend-beeinflussen lassen treu bleibe, diesen Menschen hier, die es nicht besser wissen und es einfach nicht anders kennen, sozusagen ein Fenster sein. Ein Fenster, von dem, wie sie sein koennten, wuerden sie doch bitte einfach mal ein bisschen weniger streng und Gefuehl unterdrueckend sein. Ich moechte die Kultur nicht aendern (wer bin ich denn bitte schon?), nur sollen sie wieder einmal sehen, dass es auch anders geht.
Und dann laesst sich hier gerade noch die zweite Sache mit verknuepfen – hier ist eine gute Stelle, um einen kleinen Tauchgang unter die Oberflaeche zu machen. Wie ich es auch drehe und wende, von welchen verschiedenen Perspektiven ich dieses ‘Jahr’ auch betrachte, so ergibt sich immer eines im Hintergrund: Es ist nicht so wichig. Das macht es nicht weniger schoen oder lebenswert. Aber ist doch trotzdem dieses Jahr hier nur eine kleine Exkursion auf meiner eigentlichen Lebensstrasse, und so (um wieder auf das Sich-Treubleiben zurueck zu kommen) ist es auch unnoetig und im Nachhinein fuer mich nur traurig, meine ganze Person zu versuchen den Umstaenden hier anzupassen. Wie sollte dies auch ein Jahr koennen, bin ich doch schon seit unvergleichbar mehr Lebensjahren in meiner eigenen Kultur aufgeblueht. Und so sehr man auch meinen mag, ‘die Kulturen seien alle gleichberechtigt’, so sehr bin ich in bestimmten Punkten davon ueberzeugt, dass ‘wir’ es in versch. Aspekten des Lebens einfach besser wissen als meine doch recht naiven, gezwungenen Freunde hier. Das betrifft nun nur mich, ich kann mich dadurch viel besser hiermit abfinden, in dem ich bei ungerechten, mir voellig gegen den Strich und gegen meine ethischen Werte gehenden Dingen nur denke “Mach ich halt einfach mal mit, in ein paar Monaten kann ich ja anderen Leuten erklaeren, warum gerade dies und das absolut menschenunwuerdig ist..”. Soso.
Nun – also? Warum laufe ich hier nicht mit Tuechern und tanzend durch die Stadt – weil sie mich ‘ja eh nicht verstehen’? Dadurch das ich es (meine ‘Andersheit’) tue, werden sie es verstehen.. aber alles in seinen gehoerigen Portoinen, der Wille zum Anpassen und Akzeptieren geht dadurch keinesfalls verlieren. So wie Schlafmittel in den ausgeglichenen Mengen gut tuen kann, in einer Ueberdosis aber den Tod bringen kann.
Da kann ich gerade noch auf das direkte Beispiel einer Freundin eingehen. Da ist dieses eine Maedchen in meiner Klasse (sie ist auch Teil unserer Clique), und in ihr sehe ich wirklich die Anlagen dazu, dass sie so eine tolle Persoenlichkeit seien koennte, sie hat so viel spielerisches Talent und ist sehr witzig, aber ich merke, dass sie sich oft darunter windet, einfach zu WISSEN, dass sie dieses oder jenes nun einfach nicht sagen und ausleben kann, einfach nur, weil es die Schicklichkeit verbietet.
Nun, um mal wieder von unsererm Fischfang im Ozeans aufzukommen und Luft zu schnappen – ich habe also nun bemerkt, dass ich tatsaechich immer mehr von mir selbst verloren habe und dass ich anfange (ich glaube auch, aus dem Gedanken heraus, ‘sie wuerden doch eh nicht erfassen koennen, wer ich wirklich bin’ und daher aus einer Art ueberheblicher, unfairer ‘sie sind des nicht wert’ Mentalitaet heraus), mich zu verlieren und stiller zu werden. Und dabei moegen auch die Thais mich eben deswegen, weil ich bin wie ich bin.
Keine grosse Sache, nur gut, dass ich mir dessen jetzt bewusst bin. Nach einem kleinem Durchhaenger leben wir also mal wieder wie gewoehnlich richtig auf!
Nun – soviel zu mir selbst. Es geht mir ja wie schon erwaehnt gut, doch wie das Leben nun mal so spielt (ob nun daheim oder anderswo), so findet man doch immer wieder einen kleinen Stolperkiesel auf seinem Weg. Eine tolle Sache ist es nun, zu wissen, dass man sich diesen Stein auch mal von ganz verschiedenen Seitne angucken kann. Da haetten wir zunaechst einmal die Perspektive von den direkten Auswirkungen und den Menschen und der Situation, die damit zusammenhaengt. Dabei wird einem fuer gewoehnlich schwermuetig, und von dieser Seite waechst die Groesse unseres Kiesels auf
einen Weg versperrenden Felsen an. Unnoetig. Wenden wir us also ganz ruhig erstmal der entgegengesetzen Seite zu. Hier sieht der Stein eher wie eine Hilfe aus, dafuer, dass ich es im naechsten Mal in meinem Leben besser mache. Das gibt einem neuen Mut zum Anpacken der Sache. Betrachtet man den Stolperstein, das Problem nun aber von oben, und man sieht es in seiner Gesamtheit, so wird einem Bewusst, wie klein er doch eigentich im Vergleich zu unserer Person ist, die da schon so weit kraeftig und auf eigenen Beinen auf der Strasse unseres Lebens dahingeschreitet ist. Dabei wird einem nicht nur die Illusion bewusst, die einem oft so truegerisch den Mut nimmt, nein – man fuehlt sich auch direkt besser, da man sich seiner eigenen Auroritaet und Groesse (die man als Eigentuemer auf seiner eigenen Lebensstrasse darstellt) bewusst wird.
Mit dieser Grundeinstellung und der Moeglichkeit, mir nicht durch alles den Kopf verdrehen zu lassen, koennen wir also nun an den Stolperstein in Form meiner Gastmutter eingehen. Nach klarem Denken und nicht voellig ohne Lynns Gedankenansporn kommen wir also nun auf folgende Situatiosdarstellung:
Meine Mutter mag mich. Sie hat mich am Anfang sehr gemocht, sonst haette sie mich niemals aufgenommen. Ausserdem zeigte sie mir ihre Zuneigung deutlich (was mir eben sehr gut tat, da ich ein nach Harmonie und Liebe lechzender Mensch). Dadurch bin ich vll. jetzt sozusagen ‘verwoehnt’ und meine Anforderungen sind zu hoch gesezt. Wir koennen uns einfach mal darauf einigen, dass es nur die Thaimanner ist, keine deutlichen Gunstbeweise abzugeben. Weiter; ich gebe mein Bestes. Ich versuche hart, liebenswuerdig zu sein, und allen mit meinen eigenen Grundbeduerfnissen vereinbarende Anforderungen der Familienregeln zu folgen. Ich bin Gast und kann daher nicht verlangen, mir grossen Freiraum zu wuenschen. Was mich zuerst traurig machte, sehe ich jetzt als eine Chance, zu lernen. Gast zu sein ist hart, aber es macht mich auf viele Situationen gefasst. (Bis gestern) habe ich mir nichts grossartiges zu Schulden kommen lassen, und wie auch fuer meine Mutter diese Erfahrungen neu sind (was ich niemals vergessen darf – auch fuer sie muss es schwer sein!), so sind sie es fuer mich , und ich bin ein Mensch, der Fehler macht.
Nun – was hatte diese eingeklammerte “bis gestern” zu bedeuten? Gestern, Montag, hatte ich ICT (also Internet..). Ich habe mich schon ueber die Regeldauer dort aufgehalten, aber meine Lehrerin wollte dann noch meine Hilfe (und als ‘Thai’ kann ich ja nicht wirklich Nein sagen, egal wie sehr es einem ungelegen kommt, sloche Hilfe zu erweisen – es muss immer der Bittsteller von sich aus die Bitte zuruecknehmen..) mit MSN, wo ja alles in English ist. Nun. Ich kam also 16 Minuten nach der aller spaetesten Zeit (also 18:00) heim, es war schon dunkel. Meine Mutter war sauer, ich war mir meiner Schuld im vollem Masse bewusst und die Sache ist nun, nach dem ich nach allem Moeglichen an Einsicht und Entschuldigung heute dann nochmal einen draufgelegt habe und ihr auf dem Weg zur Schule Blumen mitgebracht habe. So sehr sie auch eine hitzige, gerne boese Frau ist (boese im Sinne von ‘angry’) kann doch auch sie Blumen nicht widerstehen..
Nun. Waere also dieser eine Zwischenfall, die man mir ohne jeden Einwand nachweisen kann von der Liste, gegessen. Mit ruhigem Herzen warte ich nun einfach mal ab. Ich versuche nun einfach aus dem Wissen heraus, dass ich vielen (sinnlosen) Regeln aus dem Grund des ‘ich bin in ihrem Haushalt, ich folge ihren Regeln’ folge, alles, was ich eben vereinbaren kann. Alles was ich machen muss, so wenig wie moeglich von dem, was mich betruebt.
Eine lehrreiche Sache, die zu lernen interessant sein koennte, ist, dass ich meiner Mutter (und meinen Lehrern und meiner Oma..) nicht ‘antworten’ darf. Wenn mir etwas gesagt wird, dann darf ich nicht wie daheim recht ausgiebig gepflegt ‘mich erklaeren’ und rechtfertigen, sondern einfach nur laecheln und sagen “I see”. Ich sage nicht, ich stimme zu, und mein Laecheln geoert zu der Kathegorie Thailaecheln ‘Jaja, red du nur’. So einfach ist das. Es klingt zwar nach unseren moralischen Vorstellungen schlecht, aber warum sollte ich nicht die Waffen der Thaikultur benutzen duerfen, wo es doch jeder andere hier tut?
Zu der Person meiner Mutter muss ich auch ganz dringend wieder auf den Grad zurueckzukommen, sie wirklich zu moegen. Ist sie doch auch so oft eine wikrlich grisgraemige Frau, beobachtet man sie zum Beispiel bei der Arbeit, so hat sie immer ein furchtbar vepaztes Gesicht. Hat Madam morgens mal eine schlechte Laune, so bekommt es im Haushalt jeder (ausser der ehrwuerdigen Grossmutter) deutlich zu spueren und Tochter und Gastsohn werden angekeift und rumgehezt. Ist es auch sehr schwer, ein Laecheln von ihr zu bekommen, so muss man doch bedenken, dass sie sich wirklich bemueht. Ja, ich bin direkt dazu verpflichtet, sie ins Herz zu fassen, weil sie sich doch tatsaechlich so viel Muehe gibt, ein besserer Mensch zu werden. Die Sache wuerde anders aussehen, wuerde sie sich auf ihrer Unausgeglichenheit (die laut der hoeflichen Nebenbeibemerkung einer meiner juengeren Lehrern auch an den Hormonwechseln ihres Alters [42] liegen kann) ausruhen. Sie strength sich redlich an, meditiert und folgt den Richtweisungen all der Moenche, die ihrerseits schon zu solchen ‘besseren Menschen’ geworden sind. Schliesslich ist es ja so, dass sie nicht Meditation betreibt und lehrt, weil sie selbst so ein harmonievolles Wesen, sondern weil es das ist, was sie am dringensten selbst lernen muss. Ich glaube, dass all diese Moenche, Geistlichen und Moralpredigiger –moegen sie am Ende auch wirklich ihr Ziel erreicht haben und Vorbilder geworden sien- doch im Grunde all das predigen, weil es die Dinge sind, die sie slebst am meisten lernen muessen. Jaja.
Also – und auch wenn meine Mutter ihr Ziel manchmal mit den falschen Mitteln verfolgt (indem sie wie ein blindes Schaefchen den Anweisungen ihrer Obermoenche und ihres Fernsehers folgt, und ihre Aufgaben zum besseren CHarakter wie auf einer Strichliste abzukreuzen versucht), so sind es eben doch einzigen Mittel, die sie kennt. Sie hat es nicht gelernt, sich selbst Gedanken machen und die Lehren zu hinterfragen. Und so repitiert sie jeden Abend im gleichen monoten Satz auf die Frage des Oberst ‘Yim laeo?” ‘Habt ihr schon gelaechelt?’ “Yim laeo” ‘Schon gelaechelt’… und dabei hat sie doch diesen Tag nicht mehr gelaechlt als ich es in einer Schleudertur im Fleischwolf tuen wuerde.. aber sie versucht es. Und das muss mein Richtmass sein.
Wir muessen Menschen nicht nach ihren Erfolgen richten, sondern primaer nach dem Willen und der Anstrengung.
Mit solcherlei Gedanken entlasse ich euch,
Gruesse euch,
Fuehlt euch von mir waermlichst gedrueckt,
Mancherleuts bekommt auch einen kleinen Kuss auf die Backe,
Die Heimat im Herzen ist das Zuhause der Seele –
Danke, dass ihr mir ein Haus gebt

Tino

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

Hallo Tino,

nun habe ich mir endlich die Zeit genommen, zum zweiten Mal Deine Tagebücher zu lesen.
Ich finde es unheimlich spannend, über Deine interkulturellen Erfahrungen etwas zu lernen.
Neu für mich war die Rolle des Individiums in eine buddistisch geprägten Kultur.
Ich bewundere da Deinen Mut, als westlicher Mensch sich den dortigen Gepflogenheiten, fast bis zur Selbstaufgabe anzupassen.
Der Wechsel von einer Gastfamilie zur anderen war sicher nicht einfach.
Wie ich aber sehen konnte, hat Dir der Urlaub mit Deiner Clique sichtlich gut getan.
Wenn Du zurück kommst werden wir hier sicherlich (hoffentlich) Schnee haben.
Momentan haben wir 18 - 20 Grad, und das am 24. November.

Es wünscht Dir noch eine gute Zeit und grüßt Dich ganz herzlich
Dein Pate Andreas

21:51  

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