Freitag, Mai 11, 2007

Apfelstrudel ins Gesicht

Die Zeit beliebt zu scherzen. Der Kalender tut es ihr gleich. Nur leider verstehe ich diesen eigenartigen Humor nicht – mir geht es im Grossen nciht viel anders als dem armen Arthur Dent, der in Adams “Anhalter durch die Galaxis” morgens ausfwacht und sein haus versucht, vor dem Abriss zu bewahren – und spaeter keinen Finger ruehren kann, als die Erde wegen einer intergalaktischen Umgehungsstrasse zerstoert wird. Carina hat Recht, Ironie-tis-Schicksals ist eine Krankheit!

Sehr ungewohnt. Ist ja auch das erste Mal. Da hab ich mich nun an diesen seltsamen Ort gewoehnt, und jetzt wird es sehr gewoehnungsbedureftig, wieder in das Damals-Gewohnte sich umzugewoehnen. Oder aber das Gewoehnen daran, dass das Zweitgewohnte nun zu etwas speziellem, etwas Ungewohnten wird, stellt die Herausforderung dar. Und ich sehe hell, dass in heller Zukunft, ich den hiesigen Ort (Thailand also) nicht mehr Hass-liebe, sondern es vermisse, und alles, was nun fuer dort (Deutschland) gilt –das absolute Wuenschenswerte, das Gewollte, ‘Alles ist besser’- wird sich (in ironischer Weise, so das Atest des Doktors) umschlagend abwenden, und gleich einem Spiegel reflektiert. Spiegelverkehrt, genau andersherum. Dann wird das neugewohnte zum Ersehnten, und das Altegeliebte bleibt was es ist…

Oder ich lasse es nciht soweit kommen.

Auf jeden Fall frage ich mich, ob das jetzt alle mitbekommen haben.

Bei Fragen und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt (der sicher viel ueber die Ironitis weiss..) oder lessen sie die Zeilen nocht einmal.

Gleichsam muss ich hier noch einen Gedankensprung in euren grauen Zellen und etwaige Verbindungen zwischen unliebsamen Synapsen verhindern – NEIN! Ich kann mir NICHT vorstellen, wie vll. des letzten Male hindurchgesickert zu sein schien, dass ihr alle oberflaechig oder platt oder doof wirkt. Wuergs, jedenfalls nicht IHR! Wie sollte sich mir solch eine Erscheinung auf auftreten, nach Thailand?

Ich denke, nach all meinen kleinen, langen, unbeholfenen Versuchen, euch mein Thailand und meine Welt* etwas naeher zu bringen, wird es euch nicht entgangen sein, dass viel mehr die Menschen auf der Erdhalbkugel (sie ist nicht flach!), die sich gerade jetzt unter meinen Fuessen befindet (Thailand), mehr oder weniger dazu neigen, langweilig, leer oder wenigstens nicht sehr individualistisch (allgemeingueltig fuer Asien..) zu sein. Wie koennten mir all die drolligen, geliebten Geister, die so hier und dort in Europa bei Euch in Gestalt von Euch rumhuepfen, langweilig oder kurzsichtig erscheinen? Wer auch immer gewagt hat, in diese Richtung meine Worte zu verstehen und deuten, dem sei verziehen (kurzzeitig wirkte es recht bedrohlich, oder?? ;). Und mich solt ihr bitte auch nicht lynchen, haltet ein!

Alle, die nun meinen, ich seie anscheinend so unglaublich rassistisch, so kategorisierend, so unverschaemt unmoeglich und voller Vorurteile, der - - - komme bitte erstmal hierher und bleibe hier ein Jahr. Er wird sehen, dass die Menschen nun mal so sind, dass daran aber auch nichts zu bewerten ist – not better,not worse,just different. Und auch ich liebe dieses Land. So wie es ist, mit seinen vielen dunklen, unfairen, unmenschlichen, nervenden, haareausreissenden Eigenschaften. Ja, ich liebe es.

Aber ich muss hier weg! ;)

Ihr seht, ich schreibe viel, sage wenig, plem plem, plem plem; und so schliesse ich auch diese Gedankenkonferenz und sage bis demgleich.

Eine Woche, und es geht nicht in meinen Kopfe. Abwarten und Orangenen Schwarztee trinken…

Wann immer eine Sonne aufgeht, tut sie es, damit wir in ihrem Scheine tanzen

Lederstrumpf und Heldenhose

Tino