Sonntag, April 15, 2007

Von einem Ins andere und immer Weiter

Ich bin aus einem unruhigen Schlaf aufgewacht. Und ich weiss eines genau: Ich bin soweit. Es wird jetzt Zeit, nun wieder heimwaerts zu ziehen. Ich spuere da diese Regung; es sagt mir in mir, dass der Zeitpunkt vor der Tuer steht. Lange genug war es nun anders, war ich weg,aahb ich mich selbst kennengelernt und Abenteuer gemeistert. Die grossen wie die kleinen, das, was wir Leben nennen.

Ist dieses Gefuehl, was mich dazu zieht, endlich wieder in einer deutschen Strasse zu stehen. Das Gefuehl, dass mir sagt, ich sehne mich danach, unter Franzosen zu sitzen, ein Picknick…

Ist das, was mich so wehmuetig an euch dortige fuehlen laesst, dass nicht einfaeltiges Heimweh, sondern ein wuerdevolles Gefuehl, mit dem Wunsch, etwas zu aendern; das Verlangen, mit euch etwas anzupacken – das Leben zu erleben? Die Welt zu verbessern? Sind all diese Gefuehle Ausdruck der grenzenlosen Bejahung des Lebens? Ist das Vaterkultursliebe; ist das die vielgeruehmte Heimat?

Oder ist Heimat doch nur mit den Menschen?

Warum aber moechte ich dann nicht nur die meinigen hier haben, sondern moechte mit ihnen dort sein?

Lerne ich nun das kennen, was meine Mutter damals auf meine Frage “Mama, ich habe keinerlei Patriotismus. Aber du doch fuer Frankreich... kommt das noch?” bejahte? Oder raeuchert sich meine Seele nur auf ein Neues nach dem altbeleideten Prinzip des Verlangens “Du willst immer was anderes” aus?

Und das schlimmste fuer mich in dieser schlaflosen Nacht ist: Ich kann es nicht klaeren. Noch nicht.

Also leg ich mich jetzt einfahc wieder hin, neben meinen schon schlafenden Bruder, und warte.

Und dann – und dann-

Valentin

Abwarten und Tee trinken, um alles ein bisschen Rosa zu faerben’’