Sich bewusst machen und eingestehen, was man eigentlich schon die ganze Zeit weiss
Guten Tag,
lange (mir schien es jedenfalls lange) war Funkstille, es ist recht viel passiert in den letzten Tagen, es hat sich einiges geklaert, oer sagen wir lieber, herausgestellt. Greifen wir der Saceh aber nicht vor -
Nun erstmal wieder eine kleine Anegdote, ein Erlebnis des letzten Wochenendes--
Dieses jene Wochende hat mich meine Englisch Lehrerin, des weiteren ist sie meine Coordinatorin von AFS, zum Wat Pratammagei mitgenommen.
Es ist eine sehr moderne, auf Meditation spezialisierte Buddhistische Gruppe -
sie ist weltweit aktiv (hat sogar eine "Weltfrieden durch inneren Frieden" - UNO - Inititative) und hat ihren Hauptsitz und 'Tempel' (dazu gleich weiteres) in der Naehe von Bangkok.
Der Tempel ist nicht wie ein richtiges buddhistisches Wat - es ist eine fuer 300 000 Menschen angelegte Halle, sehr sauber, sehr futuristisch. Es ist eines der groessten "One-Roof"-Gebauede der Welt, eingebettet in einen gewaltigen Park. Noch nicht vervollstaendigt ist das Meditationszentrum, ein im Durchmesser (Seitenlaenge) 1km langes, quadratisches Stadion, in der Mitte eine grosse, kuppelfoermige Pagode (Kuppel mit noch ner Kuppel, seht euch die Bilder an). Die oberste Kugel stellt die Lehre Buddhas, Dharma, da. Darunter, das Goldene, befinden sich 300 000 (!) Buddha-Statuen (je 15cm) aus einem speziell von japanischen Ingenieur-Moenchen entwickeltem Kunstharz, der 1000 Jahre haelt (diese Kuppel ist stellvertretend fuer den Buddha). Darunter ist eine Treppeplattform, auf der 30 000 Moenche Platz finden, simbolysierend die Gemeinschaft, Sangha.
In der Pagode selbst befinden sich zudem 700 000 Buddhastatuen, also insgesamt EINE MILLIONEN Buddhas.. bla.
Der Park mit seinen verteilten Meditationshuettchen, Kapellen und Moenchsunterkuenften ist sehr schoen und hat diese wundervolle, frische Friedlichkeit.
Zu den Leuten selbst:
Ich wurde im Vorhinein ausfuerlich von meinem Onkel vor dieser "Sekte" gewarnt. Seine Argumente haben mich eigentlich dazu gebracht, DOCH hinzugehen. Von wegen "es ist von einer Nonne, einer NONNE, gegruendet worden"; und es sei alles Gratis, da von privater Hand und sehr reichen Menschen gefoerdert . In der Tat war meine gesamte Reise kostenfrei.
So - also:
Die Menschen dort sind ganz normale Menschen, und auch ganz normale Buddhisten. Fuer sie ist nur, im Gegensatz zum anderen Buddhismus, die Meditation enorm wichtig. Das ist das, was mir daran gefaellt.
Keine Angst, ich werde dieser Gruppe nicht beitreten, schliesslich bin ich meilenweit davon entfernt, Buddhist zu werden (ich bin sehr von der Lehre und den Praktizierenden enttaeuscht! Dafuer sprechen viele Argumente, ich werde sie hier nicht ausfuehren, aber im Vordergrund steht wohl, dass die meisten so irrational an die Sache rangehen [das gleiche wie bei uns - die Eltern sind Buddhisten\Christen, die Kinder sind es natuerlich auch. Es wird nicht in Frage gestellt, sondern nur brav in die Kirche\in den Tempel gegangen]).
Also, Meditation ist etwas, was ganz unabhaengig von irgendeiner Konfession innere Ruhe und Zufreidenheit bringen soll. Ich hatte zwar bisher noch nicht diesen "AHA!" Effekt und sah die Welt nur noch in Rosa, aber ich fuehle mich nach dieser Technick deutlich entspannter und ruhiger. Alles in allem Tuens-Wert.
So. Die negativen Aspekte dieser Gemeinschaft (die nebenbei RIESIG ist und ueber der ganzen Welt verstreut - Tom Cruise und andere Stars haben auch schon an Kursen teilgenommen und gut gespendet) sind, dass sie unablaessig und ganz unterschwehlig (von wegen "gratis teilhaben" und "die ganze Welt macht hier mit") versuchen, dich in ihre Mitte zu bringen. Da muss ich sie (und meine Englisch-Lehrerin auch, aber sie meint "sie versteht mich" und laedt mich unentwegt weiter ein, mitzukommen) enttaueschen, ich bin nicht so leicht zu haben...
Also, jetzt bin ich wieder meilenweit abgeschweift -
ich bin also nach Bangkok, zu diesem Tempel. Am Samstag ging es los, dann sind wir erstmal nach Chayapum (Hauptstadt meiner Provinz) zu einem Seiden-Fair. Dann typische Thai-Reise mit unendlich vielen Seven-Eleven (wie bei uns ein Spar oder ein Tankstellen-Shop, ueberall zu finden) und Essens-Stops nach Bangkok. Meine Lehrerin (wieder vll. eine Methode mich fuer ihre Sache einzulullen, aber warum nicht dankbar davon profitieren) hatte mir versprochen, in ein Musseum zu gehen (das muss ich naehmlich hier seit geraumer Zeit missen). Letzendlich haben wir uns fuer .. na? Fuer AYUTAYA entschieden.
Ayutaya ist die vergangene Hauptstadt Thailands (erst war es Sukothai, vom 13.-18 Jhrdt. dann Ayutaya, und dann erst Bangkok).
Wir besuchten das "Ayutaya-Research Center", also das Hauptmuseum ueber die Geschichte des Historischen Ortes, dann die Austellung ueber die entdeckte Schatzkammer der Koenige und dann natuerlich den Historischen Park (die Stadt selbst). Es war wundervoll und es tat sehr gut, mal wieder einbisschen Geschichte erleben zu duerfen.
Ich muss (und werde, alles schon geplant) allerdings wieder hier her kommen, da ich nur ein kleinen Teil der gesamten Stadtanlage gesehen habe...
Soso. Es war also ein unvergessliches, abenteuerliches Wochenende, spirituell und spassig.
Und - man hoere und staune - ich habe RICHTIGEN Kaffee getrunken.
Es ist wirklich erstaunlich, wie gut einem solche alltaeglichen Dinge tun, wenn man hierin Abstinenz uebt -
ich musste gezwungener Weise lange auf Bohnenkaffee verzichten, Thais trinken an sich nur Instant-K. und sind sehr empfindlich mit Koffein...
So. Nun wirds aber ernst.
Seit einer Woche, die Woche vor meiem eben dargestellten Trip, hat es mit meiner trueglichen Familien-Idylle gekrieselt. Montag (Telefon-Tag) habe ich abends 2 Stunden lang mit meinem Bruder geskyped, aus Gruenden, die hier zwar nicht genannt werden muessen, aber durchaus dringend waren.
Ich habe an diesem Abend natuerlich gemerkt, das es meiner Mutter nicht besonders gefiel, bin also nach meinem recht langen Telefonat (keine Angst, es ist gratis) zu Mae' Noy und habe sie um Verzeihung gebeten und ihr die Situatino erklaert. Ich wurde ignoriert.
Die folgenden Tage waren truebe - meine Familie, ausgenommen meiner wirklichen liebevollen Schwester, sprach nicht mehr mit mir, also noch weniger als zuvor, und ich hatte das Gefuehl, meine Gastmutter gegen mich zu haben. Zudem lastete noch ein zunehmendes heimweh auf mir, das jetzt verstaerkt eintritt, dazu aber gleich noch was.
So - nun hatte ich also mein erstes ernstzunehmendes Problem dieses Jahres. Und ignoriert zu werden ist schrecklich!
Ich nahm die Sache in die Hand und sprach nach 2 Tagen mit meiner Mutter - es stellte sich heraus, dass sie in den letzten Tagen sehr viel arbeiten muss, da nun das Halbjahr wechselt und sie schliesslich Schuldirektorin ist.
Trotzdem war ich nicht wirklich zufrieden. Ich wusste, dass ich persoenlich nichts ausrichten koennte (in Thaikultur reden Erwachsene oft nicht wirklich mit Kindern), so sprach ich meine Advisorin, Ajan Pum, an, dafuer ist sie schliesslich da.
Sie sprach mit meiner Mutter, und tatsaechlich meint diese, ich sei zuviel im Internet (dem kann ich zwar nicht zustimmen, aber was solls) und so heisst die Regel nun: Jeden Tag nur eine Stunde (in der Regel bin ich ja nicht immer so lange dran, nur an manchen Tagen eben laenger, an anderen gar nicht).
Also - die Familienregeln werden strikter und klarer.
Desweiteren beschaeftigte mcih die Woche ein starkes Heimweh - es ist eine ganz spezielle, neue Art von Gefuehl, und ich glaube und muss euch leider mitteilen, dass alle, die noch kein Austauschjahr gemacht haben, es schlecht nachvoll ziehen koennen. ich versuche es zu umreissen -
es verbirgt sich viel mehr dahinter, als das "ich will zu meiner Mama".
Es durchwebt den ganzen Tag, und man stoesst immmer dann darauf, wenn man mal wieder mit der Nase voran darauf gestossen wird, dass man sich in einer komplett fremden, uneigenen Kultur befindet. Dieser Kulturaspekt schliesst sich dem ganzen an -
man hat oft genug von den ganzen krassen, fundamentalen Unterschieden! Und so kommen auch wieder die alten, wohlbekannten Infragestellungen alles auf..
Nun. Jetzt muss ich etwas erleichterndes erklaeren -
Ich glaube, es hat gerade jetzt einen Knacks, einen Umschwung in meinem Jahr gegeben. Und das ganze spielte sich waehrend meinem Meditatinoswochenende ab.
Mir wurde prophezeit, die ersten 3 Monate wuerden sich ziehen, und dann "fliege die Zeit". Nach 3 Monaten hat mein neues Dasein akzeptiert und faengt an, zu "leben", also nicht "abenteuer zu leben".
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich soweit bin, aber auf jedenfall hat sich etwas geaendert - und irgendetwas ist da, was mich mein heimweh besiegen laesst. Es ist so, dass irgendetwas jedesmal wenn wieder diese Gefuehle von Erschoepfung aufkommen, ganz automatisch das ganze Unterdrueckt und mich neu durchatmen laesst. Es ist schwer, etwas zu erklaeren, was man selbst noch nciht begriffen hat ;)
In den letzten Tagen ahbe ich auch ganz offen mit allen darueber geredet, was mir Probleme bereitet. Heute (Di.) erst mit meinen English-Lehrern und AFS-Beauftragten, vergange Woche (das war sehr schoen!) mit Biw, meiner besten Freundin, die auch meinte, ich koenne iommer ganz offen mit ihr reden.
Eine weitere Folge dieses "Knacks" ist zudem, dass ich jetzt meine Probleme ganz klar bennen kann
Als da seien
Familie
Nun, ich muss akzeptieren, dass ich mich hier in einer Thaifamilie befinde. Insbesonderen noch in einer wohlhabenden, hart arbeitenden Familie. Thaieltern (also, diejenigen, die hart arbteiten, meisten chinesischstammig)haben ueberhaupt nicht den gleichen Kontakt zu ihren Kindern, abends wird nicht wie bei uns (insbesondere wie bei "uns", den Schmehls) miteinander diskutiert und vom Tag berichtet. Thaimuetter nehmen ihre Kinder auch nicht in den arm, weshalb der Muttertag ja auch so besonders fuer die Thais ist, da hier die Toechter und Soehne umarmt werden.
Es ist so, dass es mir nicht gefaellt. und wiesehr ich auch in der Vergangenheit gedacht habe, es "muesse" doch anders sein und ich "koenne das doch ncith wollen", so habe ich endlich verstanden: es ist absolut egal. Natuerlich will ich nicht, dass es so ist. Natuerlich ist das auch ganz schoen, entschuldigt bitte, scheisse.
Aber das alles ist wurscht. Ich hab es zu akzeptieren, und in meinem inneren hab ich ja immer noch meine richtige Familie, und nur, weil ich jetzt fuer eine gewisse Zeit anders lebe, verliere ich ja nicht den Bezug, wie ich ihn gewohnt bin und wie er sein sollte - Ausserdem kann ich ja jeden Montag, Skypetag, erzaehlen und berichten..
SO -
ich habe jetzt endlich geschafft, zu wissen, was meine Probleme sind. Beziehungsweise, wo die unterschwelligen, grundlegenden und unangenehmen Unterschiede dieser beidn Kulturen sind. Aber ich moechte das ganze hier nicht diabolisch und lieblos machen - es ist wundervoll, die Menschen sind ganz ausgesprochen liebreizenden und Gleichaltrige erzaehlen sich ja auch alles.
ausserdem habe ich naechste Woche mein AFS-Treffen. Da kann ich dann Erfahrungen austauschen..
Nun, dann mal sehn was diese Woche noch passiert, naechste Woche geh ich 2 Tage nacvh Bangkok (reff mich mit ein paar AFS-Freunden) und dann auf das AFS-Camp. Das wird voll cool
SO, dann mal tschuess fuers erste
lange (mir schien es jedenfalls lange) war Funkstille, es ist recht viel passiert in den letzten Tagen, es hat sich einiges geklaert, oer sagen wir lieber, herausgestellt. Greifen wir der Saceh aber nicht vor -
Nun erstmal wieder eine kleine Anegdote, ein Erlebnis des letzten Wochenendes--
Dieses jene Wochende hat mich meine Englisch Lehrerin, des weiteren ist sie meine Coordinatorin von AFS, zum Wat Pratammagei mitgenommen.
Es ist eine sehr moderne, auf Meditation spezialisierte Buddhistische Gruppe -
sie ist weltweit aktiv (hat sogar eine "Weltfrieden durch inneren Frieden" - UNO - Inititative) und hat ihren Hauptsitz und 'Tempel' (dazu gleich weiteres) in der Naehe von Bangkok.
Der Tempel ist nicht wie ein richtiges buddhistisches Wat - es ist eine fuer 300 000 Menschen angelegte Halle, sehr sauber, sehr futuristisch. Es ist eines der groessten "One-Roof"-Gebauede der Welt, eingebettet in einen gewaltigen Park. Noch nicht vervollstaendigt ist das Meditationszentrum, ein im Durchmesser (Seitenlaenge) 1km langes, quadratisches Stadion, in der Mitte eine grosse, kuppelfoermige Pagode (Kuppel mit noch ner Kuppel, seht euch die Bilder an). Die oberste Kugel stellt die Lehre Buddhas, Dharma, da. Darunter, das Goldene, befinden sich 300 000 (!) Buddha-Statuen (je 15cm) aus einem speziell von japanischen Ingenieur-Moenchen entwickeltem Kunstharz, der 1000 Jahre haelt (diese Kuppel ist stellvertretend fuer den Buddha). Darunter ist eine Treppeplattform, auf der 30 000 Moenche Platz finden, simbolysierend die Gemeinschaft, Sangha.
In der Pagode selbst befinden sich zudem 700 000 Buddhastatuen, also insgesamt EINE MILLIONEN Buddhas.. bla.
Der Park mit seinen verteilten Meditationshuettchen, Kapellen und Moenchsunterkuenften ist sehr schoen und hat diese wundervolle, frische Friedlichkeit.
Zu den Leuten selbst:
Ich wurde im Vorhinein ausfuerlich von meinem Onkel vor dieser "Sekte" gewarnt. Seine Argumente haben mich eigentlich dazu gebracht, DOCH hinzugehen. Von wegen "es ist von einer Nonne, einer NONNE, gegruendet worden"; und es sei alles Gratis, da von privater Hand und sehr reichen Menschen gefoerdert . In der Tat war meine gesamte Reise kostenfrei.
So - also:
Die Menschen dort sind ganz normale Menschen, und auch ganz normale Buddhisten. Fuer sie ist nur, im Gegensatz zum anderen Buddhismus, die Meditation enorm wichtig. Das ist das, was mir daran gefaellt.
Keine Angst, ich werde dieser Gruppe nicht beitreten, schliesslich bin ich meilenweit davon entfernt, Buddhist zu werden (ich bin sehr von der Lehre und den Praktizierenden enttaeuscht! Dafuer sprechen viele Argumente, ich werde sie hier nicht ausfuehren, aber im Vordergrund steht wohl, dass die meisten so irrational an die Sache rangehen [das gleiche wie bei uns - die Eltern sind Buddhisten\Christen, die Kinder sind es natuerlich auch. Es wird nicht in Frage gestellt, sondern nur brav in die Kirche\in den Tempel gegangen]).
Also, Meditation ist etwas, was ganz unabhaengig von irgendeiner Konfession innere Ruhe und Zufreidenheit bringen soll. Ich hatte zwar bisher noch nicht diesen "AHA!" Effekt und sah die Welt nur noch in Rosa, aber ich fuehle mich nach dieser Technick deutlich entspannter und ruhiger. Alles in allem Tuens-Wert.
So. Die negativen Aspekte dieser Gemeinschaft (die nebenbei RIESIG ist und ueber der ganzen Welt verstreut - Tom Cruise und andere Stars haben auch schon an Kursen teilgenommen und gut gespendet) sind, dass sie unablaessig und ganz unterschwehlig (von wegen "gratis teilhaben" und "die ganze Welt macht hier mit") versuchen, dich in ihre Mitte zu bringen. Da muss ich sie (und meine Englisch-Lehrerin auch, aber sie meint "sie versteht mich" und laedt mich unentwegt weiter ein, mitzukommen) enttaueschen, ich bin nicht so leicht zu haben...
Also, jetzt bin ich wieder meilenweit abgeschweift -
ich bin also nach Bangkok, zu diesem Tempel. Am Samstag ging es los, dann sind wir erstmal nach Chayapum (Hauptstadt meiner Provinz) zu einem Seiden-Fair. Dann typische Thai-Reise mit unendlich vielen Seven-Eleven (wie bei uns ein Spar oder ein Tankstellen-Shop, ueberall zu finden) und Essens-Stops nach Bangkok. Meine Lehrerin (wieder vll. eine Methode mich fuer ihre Sache einzulullen, aber warum nicht dankbar davon profitieren) hatte mir versprochen, in ein Musseum zu gehen (das muss ich naehmlich hier seit geraumer Zeit missen). Letzendlich haben wir uns fuer .. na? Fuer AYUTAYA entschieden.
Ayutaya ist die vergangene Hauptstadt Thailands (erst war es Sukothai, vom 13.-18 Jhrdt. dann Ayutaya, und dann erst Bangkok).
Wir besuchten das "Ayutaya-Research Center", also das Hauptmuseum ueber die Geschichte des Historischen Ortes, dann die Austellung ueber die entdeckte Schatzkammer der Koenige und dann natuerlich den Historischen Park (die Stadt selbst). Es war wundervoll und es tat sehr gut, mal wieder einbisschen Geschichte erleben zu duerfen.
Ich muss (und werde, alles schon geplant) allerdings wieder hier her kommen, da ich nur ein kleinen Teil der gesamten Stadtanlage gesehen habe...
Soso. Es war also ein unvergessliches, abenteuerliches Wochenende, spirituell und spassig.
Und - man hoere und staune - ich habe RICHTIGEN Kaffee getrunken.
Es ist wirklich erstaunlich, wie gut einem solche alltaeglichen Dinge tun, wenn man hierin Abstinenz uebt -
ich musste gezwungener Weise lange auf Bohnenkaffee verzichten, Thais trinken an sich nur Instant-K. und sind sehr empfindlich mit Koffein...
So. Nun wirds aber ernst.
Seit einer Woche, die Woche vor meiem eben dargestellten Trip, hat es mit meiner trueglichen Familien-Idylle gekrieselt. Montag (Telefon-Tag) habe ich abends 2 Stunden lang mit meinem Bruder geskyped, aus Gruenden, die hier zwar nicht genannt werden muessen, aber durchaus dringend waren.
Ich habe an diesem Abend natuerlich gemerkt, das es meiner Mutter nicht besonders gefiel, bin also nach meinem recht langen Telefonat (keine Angst, es ist gratis) zu Mae' Noy und habe sie um Verzeihung gebeten und ihr die Situatino erklaert. Ich wurde ignoriert.
Die folgenden Tage waren truebe - meine Familie, ausgenommen meiner wirklichen liebevollen Schwester, sprach nicht mehr mit mir, also noch weniger als zuvor, und ich hatte das Gefuehl, meine Gastmutter gegen mich zu haben. Zudem lastete noch ein zunehmendes heimweh auf mir, das jetzt verstaerkt eintritt, dazu aber gleich noch was.
So - nun hatte ich also mein erstes ernstzunehmendes Problem dieses Jahres. Und ignoriert zu werden ist schrecklich!
Ich nahm die Sache in die Hand und sprach nach 2 Tagen mit meiner Mutter - es stellte sich heraus, dass sie in den letzten Tagen sehr viel arbeiten muss, da nun das Halbjahr wechselt und sie schliesslich Schuldirektorin ist.
Trotzdem war ich nicht wirklich zufrieden. Ich wusste, dass ich persoenlich nichts ausrichten koennte (in Thaikultur reden Erwachsene oft nicht wirklich mit Kindern), so sprach ich meine Advisorin, Ajan Pum, an, dafuer ist sie schliesslich da.
Sie sprach mit meiner Mutter, und tatsaechlich meint diese, ich sei zuviel im Internet (dem kann ich zwar nicht zustimmen, aber was solls) und so heisst die Regel nun: Jeden Tag nur eine Stunde (in der Regel bin ich ja nicht immer so lange dran, nur an manchen Tagen eben laenger, an anderen gar nicht).
Also - die Familienregeln werden strikter und klarer.
Desweiteren beschaeftigte mcih die Woche ein starkes Heimweh - es ist eine ganz spezielle, neue Art von Gefuehl, und ich glaube und muss euch leider mitteilen, dass alle, die noch kein Austauschjahr gemacht haben, es schlecht nachvoll ziehen koennen. ich versuche es zu umreissen -
es verbirgt sich viel mehr dahinter, als das "ich will zu meiner Mama".
Es durchwebt den ganzen Tag, und man stoesst immmer dann darauf, wenn man mal wieder mit der Nase voran darauf gestossen wird, dass man sich in einer komplett fremden, uneigenen Kultur befindet. Dieser Kulturaspekt schliesst sich dem ganzen an -
man hat oft genug von den ganzen krassen, fundamentalen Unterschieden! Und so kommen auch wieder die alten, wohlbekannten Infragestellungen alles auf..
Nun. Jetzt muss ich etwas erleichterndes erklaeren -
Ich glaube, es hat gerade jetzt einen Knacks, einen Umschwung in meinem Jahr gegeben. Und das ganze spielte sich waehrend meinem Meditatinoswochenende ab.
Mir wurde prophezeit, die ersten 3 Monate wuerden sich ziehen, und dann "fliege die Zeit". Nach 3 Monaten hat mein neues Dasein akzeptiert und faengt an, zu "leben", also nicht "abenteuer zu leben".
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich soweit bin, aber auf jedenfall hat sich etwas geaendert - und irgendetwas ist da, was mich mein heimweh besiegen laesst. Es ist so, dass irgendetwas jedesmal wenn wieder diese Gefuehle von Erschoepfung aufkommen, ganz automatisch das ganze Unterdrueckt und mich neu durchatmen laesst. Es ist schwer, etwas zu erklaeren, was man selbst noch nciht begriffen hat ;)
In den letzten Tagen ahbe ich auch ganz offen mit allen darueber geredet, was mir Probleme bereitet. Heute (Di.) erst mit meinen English-Lehrern und AFS-Beauftragten, vergange Woche (das war sehr schoen!) mit Biw, meiner besten Freundin, die auch meinte, ich koenne iommer ganz offen mit ihr reden.
Eine weitere Folge dieses "Knacks" ist zudem, dass ich jetzt meine Probleme ganz klar bennen kann
Als da seien
Familie
Nun, ich muss akzeptieren, dass ich mich hier in einer Thaifamilie befinde. Insbesonderen noch in einer wohlhabenden, hart arbeitenden Familie. Thaieltern (also, diejenigen, die hart arbteiten, meisten chinesischstammig)haben ueberhaupt nicht den gleichen Kontakt zu ihren Kindern, abends wird nicht wie bei uns (insbesondere wie bei "uns", den Schmehls) miteinander diskutiert und vom Tag berichtet. Thaimuetter nehmen ihre Kinder auch nicht in den arm, weshalb der Muttertag ja auch so besonders fuer die Thais ist, da hier die Toechter und Soehne umarmt werden.
Es ist so, dass es mir nicht gefaellt. und wiesehr ich auch in der Vergangenheit gedacht habe, es "muesse" doch anders sein und ich "koenne das doch ncith wollen", so habe ich endlich verstanden: es ist absolut egal. Natuerlich will ich nicht, dass es so ist. Natuerlich ist das auch ganz schoen, entschuldigt bitte, scheisse.
Aber das alles ist wurscht. Ich hab es zu akzeptieren, und in meinem inneren hab ich ja immer noch meine richtige Familie, und nur, weil ich jetzt fuer eine gewisse Zeit anders lebe, verliere ich ja nicht den Bezug, wie ich ihn gewohnt bin und wie er sein sollte - Ausserdem kann ich ja jeden Montag, Skypetag, erzaehlen und berichten..
SO -
ich habe jetzt endlich geschafft, zu wissen, was meine Probleme sind. Beziehungsweise, wo die unterschwelligen, grundlegenden und unangenehmen Unterschiede dieser beidn Kulturen sind. Aber ich moechte das ganze hier nicht diabolisch und lieblos machen - es ist wundervoll, die Menschen sind ganz ausgesprochen liebreizenden und Gleichaltrige erzaehlen sich ja auch alles.
ausserdem habe ich naechste Woche mein AFS-Treffen. Da kann ich dann Erfahrungen austauschen..
Nun, dann mal sehn was diese Woche noch passiert, naechste Woche geh ich 2 Tage nacvh Bangkok (reff mich mit ein paar AFS-Freunden) und dann auf das AFS-Camp. Das wird voll cool
SO, dann mal tschuess fuers erste
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