Woche sechs - und ein Mann, der sein Haus baut..
Hallo,
nun, die letzte Woche und ihre Geschehnisse -
am vergangenen Samstag (12.Aug) war Wan Mae', Muttertag.
Ein sehr bedeutender Feiertag fuer die Thais. Es ist der Geburtstag der
Koenigin Sirikith, und damit Muttertag - allen Muettern wird ein Jasminkranz
dargebracht, sie werden gewait und man sagt "Phom rak Mae' " - ich liebe
dic, Mama.
Den ganzen Tag herrschte diese Feiertagsstimmung, und es war alles so
andaechtig auf Famlie fokosiert! Wie wenn man am Morgen seines
Geburtstages aufsteht und mit voller Spannung die Treppe zum Fruehstueck
runtergeht... ich freue mich schon auf die kommenden Feiertages des Jahres.
Nachdem wir nun das Zeremonielle zuhause vollbracht hatten, sind Pee Tong (meine Schwester, wie ihr euch merken muesst) und Mae Noy(meine Mama, auch merken!) und letzlich ich zu einem Otop-Dorf gefahren -
"one tambon, one product" - eine Initiative des Koenigs, um den Handel von
Handwerksprodukten innerhalb Thailand zu verbessern.
Das naechstgelegene Dorf, in dem Otop-Produkte hergestellt und gehandelt werden, befindet sich ein Stueck ausserhalb der Stadt. Dort angekommen, begaben wir uns zu dem Stuetzpunkt fuer Seide, wo die gesamte Seide
der umliegenden Doerfer zusammen kommt (wenn Frauen nach der Feldarbeit
nichts zu tuen haben, setzen sie sich an ihren Webstuhl..)
Es war umwerfend! Ich meine... solch perfektes, wunderschoenes, in
Mustern und Farben so unterschiedlich und reiches Handwerk... und trotzdem wird es nicht zu hier nicht zu einem Produkt emporgehoben, das letzlich nur noch den hoeheren Kreisen der Gesellschaft zugaenglich und erschwinglich ist - fuer uns scheint der Preis lachhaft - ein Meter umgerechnet in der Regel 4 Euro.
Meine Mutter schenkte mir diverse Dinge, ich konnte sie auch nicht davon ueberzeugen, selbst zu zahlen, schliesslich hatte ich das Geld dabei..
Nachher fuhr die ganze Sippe nach Khon Kaen, der naechst groessten Stadt (schaut
mal im Atlas nach..). Dort haben wir dann in einem riesigen
Supermarkt-Center Einkauefe erledigt. Das war auch diese Art "Familienleben".
Trotzdem laesst es mich nicht mein Sehnen nach "meinem" Familienumgang vergessen - ich hoffe, ich lerne recht bald, vollends damit zurechtzukommen.
Und etwas neues habe ich auch entdeckt: Es lohnt sich absolut, hier ein wenig DVD's zu shoppen - Englishsprachig, jeweils (also, die neuen Kinofilme, die bei uns 20 Euro kosten)3 Euro, andere Filme noch weniger.
Sonntags hat mein Onkel mich mit einem seiner Freunde, selbst hochrangiger Vermittler fuer das Otop-Projekt, zu einem der Doerfer mitgenommen, in dem die Seide und die Baumwollstoffe gewebt werden. Die Dorfbewohnerinnen waren ganz wild darauf, mir zu zeigen und zu erklaeren, wie sie ihre verschiedenen Muster herstellen - sehr interessant, und unglaublich kompliziert. Um mich erkenntlich zu zeigen hab ich ihnen dann ein paar ihrer erzeugnisse abgenommen.
Desweiteren besuchte mich einer der Ehrenamtlichen von AFS Thailand. Pee Ahm,24, USA-Returnee, lebt zwar selbst in Bangkok, hat aber seine Familie hier. Es tat ausgesprochen gut zu hoeren, das andere so viele Probleme haben. Oh, das ist seghr unguenstig formuliert - ich meine, es ist gut fuer mich, direkt gezeigt zu bekomen, wie wenig Probleme ich selbst habe und wie gut es mir hier geht. Entweder duerfen die Anderen nichts unternehmen oder sie haben Probleme mit ihrer Familie oder oder. EIner (USA) hat sogar schon die Familie gewechselt.
Ich moechte euch eigentlich nicht mit all diesen Einzelheiten langweilen. Jetzt hab ich aber angefangen, und da muss ich es schleisslich noch zuende bringen: Diese Schule war diese Woche ein grosser Spass - es ist Sport-Festival. Die ganze Schule wird in 4 Farben eingeteilt, um dann, begleitet von maechtigen pomp und Cheerchoeren der Mitschueler und allem, gegeneinander in versch. Disziplinen anzutreten. Ich habe mein Gruenes Team im Volleyball untertuetz, leider habe ich zu spaet bemerkt, dass (man hoere und staune!) auch Boulle gespielt wird. Ihr wisst schon, das Spiel, das all die alten Opas in den franzoesischen Parks spielen, mit den schweren Eisenkugeln... die Koenigin hat diese Sportart nach einem Staatsbesuch in Frankreich nach Thailand gebracht, wo es sich seit dem rasend verbreitet.
Ich durfte (musste) an der Erfoeffnungszeremonie den Marsch durch die Stadt anfuehren, in einem Thaikostuem. Es ist erstaunlich zu sehen, wie sehr sich alle ins Zeug legen, um aus solchen Schul-Aktivitaeten etwas wirtklich Prachtvolles zu machen! Wir faulen "null-bock"-Schueler aus Deutschland sollten uns da mal was abgucken..
Nun. Jetzt wieder zu etwas anderem: Ich versuche ja, auf rationale Weise nach und nach all meine Problme hier aus dem Weg zu raeumen.Diese Woche stand an:
"Es ist zwar sehr schoen hier, aber ein Jahr?". Nun. Es ist schoen, ja, aber es ist natuerlich anstrengend. Sich jedesmal nach Hause zu sehnen, sobald es wieder etwas schwierig wird, ist absolut falsch. Schliesslich ist auch mein Leben "daheim" nicht immer nur Spass und nicht immer leicht. Und weiter wollte ich dieses Jahr auch machen, um selbststaendiger zu werden und um zu lernen, Probleme voellig auf mich allein gestellt zu loesen.
Und dass es so lange dauert, und sich bisweilen auch ziemlich ziehen mag, muss akzeptiert und guten Gemuets ueberstanden werden. Um all das zu erlangen, was dieses ganze Programm verspricht, kann es eben nicht kuerzer als ein Jahr sein.
Wenn ein Mann ein Haus baut, kann er zwischen einer simplen Holzhuette und einem Backsteinhaus waehlen. Das Holzhaus erfuellt genauso seine Zwecke wie das Steinerne (es sei denn, man lebt in einer Sturmgegend;). Entscheidet er sich fuer das praechtige Backsteinhaus, so muss er lange Arbeit in Kauf nehmen. Waherend er Stein auf Stein schichtet, mag er sich oft denken, er haette doch einfach das simple Holzhaus bauen koennen. Doch wenn er erst einmal durchgehalten hat, wird er stolz sein und froh, sein Leben in solch einem tollen, von IHM errichteten Gebaeude verbringen zu koennen. Man muss nur sein Ziel vor Augen haben,und mit der Zeit lernt man, auch die Strasse zu sehen.
Ich muss nur immer den Kopf hochhalten, dann werde ich auch das Leben hier sorglos zum Alltag machen koennen.
Soweit diesen Nachmittag
nun, die letzte Woche und ihre Geschehnisse -
am vergangenen Samstag (12.Aug) war Wan Mae', Muttertag.
Ein sehr bedeutender Feiertag fuer die Thais. Es ist der Geburtstag der
Koenigin Sirikith, und damit Muttertag - allen Muettern wird ein Jasminkranz
dargebracht, sie werden gewait und man sagt "Phom rak Mae' " - ich liebe
dic, Mama.
Den ganzen Tag herrschte diese Feiertagsstimmung, und es war alles so
andaechtig auf Famlie fokosiert! Wie wenn man am Morgen seines
Geburtstages aufsteht und mit voller Spannung die Treppe zum Fruehstueck
runtergeht... ich freue mich schon auf die kommenden Feiertages des Jahres.
Nachdem wir nun das Zeremonielle zuhause vollbracht hatten, sind Pee Tong (meine Schwester, wie ihr euch merken muesst) und Mae Noy(meine Mama, auch merken!) und letzlich ich zu einem Otop-Dorf gefahren -
"one tambon, one product" - eine Initiative des Koenigs, um den Handel von
Handwerksprodukten innerhalb Thailand zu verbessern.
Das naechstgelegene Dorf, in dem Otop-Produkte hergestellt und gehandelt werden, befindet sich ein Stueck ausserhalb der Stadt. Dort angekommen, begaben wir uns zu dem Stuetzpunkt fuer Seide, wo die gesamte Seide
der umliegenden Doerfer zusammen kommt (wenn Frauen nach der Feldarbeit
nichts zu tuen haben, setzen sie sich an ihren Webstuhl..)
Es war umwerfend! Ich meine... solch perfektes, wunderschoenes, in
Mustern und Farben so unterschiedlich und reiches Handwerk... und trotzdem wird es nicht zu hier nicht zu einem Produkt emporgehoben, das letzlich nur noch den hoeheren Kreisen der Gesellschaft zugaenglich und erschwinglich ist - fuer uns scheint der Preis lachhaft - ein Meter umgerechnet in der Regel 4 Euro.
Meine Mutter schenkte mir diverse Dinge, ich konnte sie auch nicht davon ueberzeugen, selbst zu zahlen, schliesslich hatte ich das Geld dabei..
Nachher fuhr die ganze Sippe nach Khon Kaen, der naechst groessten Stadt (schaut
mal im Atlas nach..). Dort haben wir dann in einem riesigen
Supermarkt-Center Einkauefe erledigt. Das war auch diese Art "Familienleben".
Trotzdem laesst es mich nicht mein Sehnen nach "meinem" Familienumgang vergessen - ich hoffe, ich lerne recht bald, vollends damit zurechtzukommen.
Und etwas neues habe ich auch entdeckt: Es lohnt sich absolut, hier ein wenig DVD's zu shoppen - Englishsprachig, jeweils (also, die neuen Kinofilme, die bei uns 20 Euro kosten)3 Euro, andere Filme noch weniger.
Sonntags hat mein Onkel mich mit einem seiner Freunde, selbst hochrangiger Vermittler fuer das Otop-Projekt, zu einem der Doerfer mitgenommen, in dem die Seide und die Baumwollstoffe gewebt werden. Die Dorfbewohnerinnen waren ganz wild darauf, mir zu zeigen und zu erklaeren, wie sie ihre verschiedenen Muster herstellen - sehr interessant, und unglaublich kompliziert. Um mich erkenntlich zu zeigen hab ich ihnen dann ein paar ihrer erzeugnisse abgenommen.
Desweiteren besuchte mich einer der Ehrenamtlichen von AFS Thailand. Pee Ahm,24, USA-Returnee, lebt zwar selbst in Bangkok, hat aber seine Familie hier. Es tat ausgesprochen gut zu hoeren, das andere so viele Probleme haben. Oh, das ist seghr unguenstig formuliert - ich meine, es ist gut fuer mich, direkt gezeigt zu bekomen, wie wenig Probleme ich selbst habe und wie gut es mir hier geht. Entweder duerfen die Anderen nichts unternehmen oder sie haben Probleme mit ihrer Familie oder oder. EIner (USA) hat sogar schon die Familie gewechselt.
Ich moechte euch eigentlich nicht mit all diesen Einzelheiten langweilen. Jetzt hab ich aber angefangen, und da muss ich es schleisslich noch zuende bringen: Diese Schule war diese Woche ein grosser Spass - es ist Sport-Festival. Die ganze Schule wird in 4 Farben eingeteilt, um dann, begleitet von maechtigen pomp und Cheerchoeren der Mitschueler und allem, gegeneinander in versch. Disziplinen anzutreten. Ich habe mein Gruenes Team im Volleyball untertuetz, leider habe ich zu spaet bemerkt, dass (man hoere und staune!) auch Boulle gespielt wird. Ihr wisst schon, das Spiel, das all die alten Opas in den franzoesischen Parks spielen, mit den schweren Eisenkugeln... die Koenigin hat diese Sportart nach einem Staatsbesuch in Frankreich nach Thailand gebracht, wo es sich seit dem rasend verbreitet.
Ich durfte (musste) an der Erfoeffnungszeremonie den Marsch durch die Stadt anfuehren, in einem Thaikostuem. Es ist erstaunlich zu sehen, wie sehr sich alle ins Zeug legen, um aus solchen Schul-Aktivitaeten etwas wirtklich Prachtvolles zu machen! Wir faulen "null-bock"-Schueler aus Deutschland sollten uns da mal was abgucken..
Nun. Jetzt wieder zu etwas anderem: Ich versuche ja, auf rationale Weise nach und nach all meine Problme hier aus dem Weg zu raeumen.Diese Woche stand an:
"Es ist zwar sehr schoen hier, aber ein Jahr?". Nun. Es ist schoen, ja, aber es ist natuerlich anstrengend. Sich jedesmal nach Hause zu sehnen, sobald es wieder etwas schwierig wird, ist absolut falsch. Schliesslich ist auch mein Leben "daheim" nicht immer nur Spass und nicht immer leicht. Und weiter wollte ich dieses Jahr auch machen, um selbststaendiger zu werden und um zu lernen, Probleme voellig auf mich allein gestellt zu loesen.
Und dass es so lange dauert, und sich bisweilen auch ziemlich ziehen mag, muss akzeptiert und guten Gemuets ueberstanden werden. Um all das zu erlangen, was dieses ganze Programm verspricht, kann es eben nicht kuerzer als ein Jahr sein.
Wenn ein Mann ein Haus baut, kann er zwischen einer simplen Holzhuette und einem Backsteinhaus waehlen. Das Holzhaus erfuellt genauso seine Zwecke wie das Steinerne (es sei denn, man lebt in einer Sturmgegend;). Entscheidet er sich fuer das praechtige Backsteinhaus, so muss er lange Arbeit in Kauf nehmen. Waherend er Stein auf Stein schichtet, mag er sich oft denken, er haette doch einfach das simple Holzhaus bauen koennen. Doch wenn er erst einmal durchgehalten hat, wird er stolz sein und froh, sein Leben in solch einem tollen, von IHM errichteten Gebaeude verbringen zu koennen. Man muss nur sein Ziel vor Augen haben,und mit der Zeit lernt man, auch die Strasse zu sehen.
Ich muss nur immer den Kopf hochhalten, dann werde ich auch das Leben hier sorglos zum Alltag machen koennen.
Soweit diesen Nachmittag
0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home